#104 - Einmal vor Samoa den Anker werfen ...
Start in die Blauwasser-Segelei: So kann es gehen.
Wenn wir in zwei Wochen das Wetter haben werden, welches uns am vergangenen Wochenende in der Baltic Bay in Kiel willkommen geheißen hat, dann wird das diesjährige Hamburg ancora Yachtfestival ein Knaller! Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ein frische Frühlingslüftchen verwöhnen uns beim Besuch an Bord der VECTOR – ebenjener Segelyacht, die wir in der ancora Marina in Neustadt i.H. ausstellen werden.

Perfektes Wetter für einen Bord-Besuch!
Wir besuchen die Eigner, Meike und Stephan, an Bord, um letzte Absprachen und Vorbereitungen für diese Bootsmesse zu treffen – und natürlich kommen wir ins Schnacken. Dankbar, dass die Beiden Ihre schicke, neue ALLURES 45.9 als Ausstellungsyacht zur Verfügung stellen, schwelgen wir schnell in Erinnerungen: Wir reden über den Bau der Yacht, die Auslieferung und die ersten Segelerfahrungen, aber auch darüber, wie die beiden sympathischen Segler aus Hamburg überhaupt zur Kaufentscheidung für die ALLURES gekommen sind. Und das wiederum, könnte für Sie interessant sein, liebe Leser. Also …
Willkommen an Bord der SY „VECTOR“ – eine ALLURES 45.9
Wir haben diese Yacht 2024 übergeben können, also vor zwei Jahren, und sind begeistert, dass das Boot außen wie innen immer noch wie frisch aus der Werft aussieht, obwohl es ganzjährig im Wasser liegt – auch im Winter. „Wie geleckt!“, kommt es spontan aus uns heraus, als wir uns herzlich begrüßen. Zum einen liegt das natürlich an der liebevollen und professionellen Pflege der Eigner, zum anderen aber auch daran, dass diese Alu-Yachten eben für das „Draußen“ gemacht sind – robust und souverän stecken sie die Umwelteinflüsse weg. Meike und Stephan laden uns sofort an Bord ein, der frische Kaffee dampft in der Edelstahl-Bialetti.

Ein Traum-Schiff!
Es ist die Traumyacht für die Beiden, das sieht man. Genauso verliebt wie sie sich beide anschauen, ebenso liebevoll sprechen sie über ihre VECTOR und behandeln sie auch so. Unter Deck werden wir später keinerlei Gebrauchsspuren sehen, nicht einmal den kleinsten Kinken im Massivholz der Türlaibungen oder Kratzerchen in Bodenbrettern. Die Yacht duftet wie ein Neuboot, wobei man an Bord von Aluminium-Booten beim legendären „Neuboot-Geruch“ sowieso niemals das beißende Styrol einer GfK-Yacht riechen wird. Wir setzen uns in das warme, sonnendurchflutete Cockpit und unterhalten uns. "Wie war das noch damals, als wir uns zum ersten Mal getroffen haben“, fragen wir uns. Stephan weiß das noch ganz genau.
“Ich hatte ein Gefährt, aber keine Gefährtin für die große Fahrt …“
Als Bremer segelt er natürlich schon als Kind: Erst Opti, dann Fahrtensegeln mit der eigenen Pirat-Jolle aus Holz und später auch mal alleine mit dem Boot der Eltern. Als die dann später ihr Boot verkaufen und Stephan älter wird, fragt er sich: „Warum habe ich eigentlich kein Boot?!“, denn das fehlt ihm schon sehr im Leben. Als erste Yacht wird es eine gebrauchte Bavaria Cruiser 33. „Ein tolles Boot, vor allem die frühen Baujahre, aber es fehlten überall irgendwie die klassischen 10, 20 Zentimeter!“, meint er lächelnd. Es muss also eine Nummer größer sein und die Bavaria Cruiser 37 hatte es ihm angetan. Der Rumpf von Farr-Design gilt heute noch als großer Wurf, die Yacht-Größe perfekt für die Ostsee. Aber etwas fehlte … die Partnerin.

Bei Meike und Stephan an Bord
Meike und Stephan lernen sich kennen: Geboren am schönen Bodensee mag es überraschen, dass sie in ihrer Kindheit und Jugend so gar nicht mit dem Segeln in Berührung gekommen ist. „Als weitgereiste Frau mit einem Job, der mehr Abwesenheitstage als Tage im Büro beinhaltete, brachte sie dafür diese unheimliche Neugier auf die Fremde, eine unbändige Reiselust und große Offenheit mit, die mich noch heute total begeistern!“, erzählt Stephan. Meike lebte schon auf Samoa, in London und in Hong Kong: „Segeln?“, so sagt sie: „Das klang sofort spannend!“ Na klar, ist sie dabei!

Meike ist durchaus weit gereist
Segeln, entdecken – vielleicht ein wenig arbeiten an Bord – das wird zum Ziel der Beiden. Ein Segler-Freund und Stegnachbar rät allerdings: „Kauft Euch gleich etwas mit einer 4 davor, sonst sucht Ihr in 3 Jahren wieder ein größeres Boot!“ Recht hatte der Mann! Pünktlich zur Corona-Zeit wird exakt in dem Hafen, in dem wir uns hier gerade treffen, die Bavaria Vision 42 ausgeliefert. „Damals ging es uns vor allem um Platz, möglichst viel Platz!“, erklärt Stephan: „Wir wollten ein Ferienhaus auf dem Wasser und die Vision 42 erschien uns perfekt.“

Auch Stephan will endlich wieder los!
Für viele von uns war die Corona-Zeit mit all ihren Einschnitten eine Zäsur. Doch das neue Boot von Meike und Stephan wurde im Frühjahr 2020 trotzdem pünktlich übergeben, und auf dem Wasser konnten die beiden den vielen Auflagen immer wieder entfliehen. „Besser als vor Anker kann man sich ja gar nicht separieren!“, sagt Stephan mit einem schelmischen Grinsen. Und wenn die Lockdowns doch einmal zum Daheimbleiben zwingen, steigt die Sehnsucht nach dem Meer noch umso stärker: YouTube! Die vielen Segel-Kanäle saugen sie förmlich leer. Ein Video folgt auf das nächste. Und die Themen ändern sich. Plötzlich rückt die große weite Welt … realistisch näher. Sie schauen „normalen“ Menschen zu, Leute wie sie es auch sind, die den Atlantik überqueren. Die in die Karibik segeln. Die die Welt umrunden. Blauwasser-Träume. Dann sagt Meike eines Tages: „Einmal vor Samoa den Anker werfen, das wäre es!“ Und dann brennt sie, die Blauwasser-Sehnsucht.
Der Weg zur ALLURES: Als Segler lernen
Bis die schöne VECTOR dann am Steg schwimmt ist es allerdings noch ein weiter Weg. Schon 2019 besuchen beide die BOOT Düsseldorf – wo wir uns dann auch kennenlernen – und schlendern durch die Hallen. Stephan sieht unser Ausstellungsschiff und nimmt Meike mit an Bord: „Nur zum Gucken, denn das Budget erachtete ich als absolut unerreichbar!“, insistiert er. Meike grinst, denn dann passierte es: An Bord fühlt sie sich einfach wohl, alles stimmt sofort für sie. Das wäre ein Boot, wie sie es sich wünschen würde. Schockverliebt, könnte man sagen. Stephan meint beim von Bord Gehen nur: „Vergiss sie ganz schnell wieder!“ Aber wie es nun einmal so ist, die ALLURES ging ihr (und ihm auch) nicht mehr aus dem Kopf, auch wenn es dann erst einmal die Vision 42 wird!

Die VECTOR in ihrer ganzen Pracht
Was dann passiert, würde in ein Drehbuch für einen TV-Schinken passen. Aber es ist genauso passiert. Stephan sagt, es waren drei „Eingebungen, irgendwie erschreckend, irgendwie auch magisch, aber genau passend.“ Unglaublich, aber wahr. Endlich ist der Corona-Schrecken vorbei und beide können wieder unbeschwert segeln, da erschreckt sie ein YouTube-Film eines bekannten Segel-Influencers, der ebenso wie sie eine Vision 42 segelt. Der läuft nämlich auf Grund – und durch den harten Aufprall reißt es im Schiff einen großen Teil der Innenschale von der Außenschale ab. Eigentlich fast ein Totalschaden, der nur mit größtem Einsatz behoben werden kann, was beinahe einem Neubau gleichkommt. GfK halt. Nicht gemacht für Kollisionen.

Baumaterial Aluminium, was sonst?!
Das gibt den Beiden zu denken. Und dann Ende März 2023 der Törn vom Winterlager auf Fehmarn zurück nach Laboe, morgens noch mit Eis auf dem Deck: Sie segeln ihre Bavaria wieder gen Kieler Förde, als Meike von oben ruft: „Da ist etwas voraus, eine Tonne, oder so!“ Stephan checkt die Karten, es ist nichts verzeichnet. Da kommt auf der 16 schon der Anruf der Küstenwache: „Ändert mal Euren Kurs um 10 Grad. Hier ist eine Gefahrenstelle!“ Beim Vorbeisegeln sehen sie noch den Mast aus dem eiskalten Wasser ragen. Hier ist nur wenige Stunden vorher die nagelneue Jeanneau des Santiano-Sängers gesunken, gottseidank ohne Verletzte oder Schlimmeres! Es war ein unsachgemäß montiertes Bugstrahlruder, das zum Wassereinbruch geführt hat. Was für ein trauriger, bedrückender Anblick! Ein Eindruck, der sich einbrennt.
Die Sicherheit einer Aluminium-Yacht
„Das hat etwas in uns gemacht“, erzählt Stephan: „Ich meine, das hier ist „nur“ die Ostsee, aber es ist trotzdem so gefährlich! Wieviel höher ist das Risiko von Kollisionen dann auf dem Meer? Schlafende Wale, Container … ich meine, der Schreck saß schon tief!“ Und dann, es ist tiefe Nacht, biegen sie in Laboe in die heimatliche Marina ein. Alles klar zum Anlegen! Im faden Schein des Deckslichtes taucht im Mitternachtsnebel plötzlich eine silbrig schimmernde Wand vor ihnen auf: Eine GARCIA, die längseits direkt in der Hafeneinfahrt fest gemacht hat! Meike, die vorne am Bug mit den Leinen bereit steht, schaut sich nur um. Und nickt nach achtern, wo Stephan die schimmernde Alu-Yacht genauso anstarrt. Es braucht buchstäblich keine Worte mehr.

Riesen Ankerkasten - doppelte Kollisionsschotten
Die Yacht, die dort am Steg lag, ist eine GARCIA Exploration 52. Auch ein BLUE YACHTING-Boot. Am nächsten Morgen lässt es Stephan nicht nehmen, klopft an Bord und kommt mit dem freundlichen Eigner, der ihm sofort eine ausführliche Tour gibt, ins Gespräch. „Von da an war klar, dass es Aluminium sein muss!“ Allerdings, meint Meike: „ … eine Nummer kleiner! Die 45er erschien uns damals – wie heute – genau die passende Bootsgröße für uns. Immerhin hat die auch Segel-Legende Jimmy Cornell mit entwickelt!“ Gesagt, getan. Der Weg war nun klar: Weg vom Plastik-Schiff, es muss eine Yacht aus Alu sein!
“Man muss wissen, was man seglerisch vorhat.”
Die Beiden recherchieren. Viele Alu-Marken sind es nicht unter den Werften. Sie schauen sich die Alubat Ovni an, ebenso die Boreal: „Uns haben die Knickspant-Konstruktionen nicht so gefallen. Die Boreal ist ein tolles Boot, uns war sie aber zu extrem auf Expedition und Eismeer-Trips getrimmt. Bei KM Yachtbuilders hat natürlich die Rumpf- und Ausbauqualität begeistert“, sagt Stephan, „und ich mochte die Pinnensteuerung, aber das Platzangebot im Cockpit sowie unter Deck waren für uns bei den Modellen unter 50 Fuss überhaupt nicht ausreichend.“ Denn zwar ist die Idee vom Blauwasser-Schiff und der ganz großen Reise im Kopf aktiv, aber nicht zu extrem: „Wir wollen ins Warme, wir wollen in die Sonne! Wir wollen viel Zeit draußen in einem gemütlichen und großzügigen Cockpit verbringen, genießen. Und das nicht in der Arktis!“, sagt Meike, etwas fröstelnd. Das war am Ende auch der Grund, warum sich die beiden Segler nicht in die GARCIA, sondern in die ALLURES verliebt haben.

"Man sollte schon wissen, was man will."
Stephan sagt, dass man als Segler schon unbedingt wissen sollte, was man will. Und was man kann, auch. Alle Alu-Schiffe sind auf ihre Art toll, aber sehr unterschiedlich von ihren Philosophien her. „Die Berckemeyer ist eine wunderschöne Yacht, aber als One-off sehr komplex. Und sehr teuer. Von den Wartezeiten und dem Glück, das man braucht, um eine zu bekommen, mal abgesehen!“ Was sie an ALLURES überzeugt hat? „Diese Yachten sind im Prinzip Serienboote. Man kann sie wie eine Beneteau oder Hanse bestellen und sich schon vor Baubeginn in existierenden Schwesterschiffen einen sehr guten Eindruck verschaffen – das macht es sehr einfach. Dennoch kann man diese Semi-Custom-Schiffe sehr stark und deutlich mehr als „normale Serienschiffe“ an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zudem wird die ALLURES 45.9 nun in der dritten Generation gebaut – hier steckt also nicht nur jede Menge Bau-Kompetenz und Routine der Werft drin, sondern wahrscheinlich eine Million Seemeilen Erfahrung der vielen Eigner!“ Sicherheit, das erinnern wir, ist das A und O bei Stephan und Meike.
Zwischen Serienbau und Werft-Customization
Stephan sagt, er wollte sich nicht „in einem One-off-Projekt verlieren.“ Und abgesehen davon: Wenn man einmal den Entschluss gefasst hat, ein „richtiges“ Segelboot anzuschaffen, dann ist das auch mit dem Budget zu stemmen. Aber dazu später mehr. Wir drei kannten uns ja schon von der BOOT Düsseldorf 2019, aber es war die Empfehlung eines wiederum anderen BLUE YACHTING-Kunden, der die Beiden dann zu uns geführt hat – und wir in die ernsthafte Planung Ihres ALLURES-Projektes einsteigen konnten.

Sinnvolle Spezial-Anfertigung: Das Windshield
„Erst im Nachgang ist mir aufgefallen, wie total wichtig und entscheidend es war, bei Euch zu kaufen!“, erzählt uns Stephan. Wir hören seine Sicht auch zum ersten Mal, und sind ganz berührt: „Abgesehen davon, dass es für uns natürlich sehr viel einfacher war, unsere Wünsche und Bedürfnisse auf deutsch kommunizieren zu können, hast Du, Nils, einfach unfassbar viel Erfahrung in diesem Bereich! Ich glaube, es gibt in Deutschland keinen zweiten Bootshändler, der so tief im Thema Aluminium-Yachten drinsteckt!“ Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der junge Nils hat vor dem Yacht-Verkauf beim Herrn Papa erst einmal die Yacht-Technik, von der Pike an, gelernt: Als Schrauber!

Robust, praktisch und schick: Kann Ihre Werft das auch?
Stephan deutet auf ein Detail der VECTOR: Das feste Windshield. „Wir haben uns das von der Hallberg-Rassy abgeguckt. Es ist einfach extrem praktisch und erhöht auch die Sicherheit! Das war eine der vielen Individualisierungen, die wir gewünscht haben.“, erklärt er. Wir haben dann die Planung, Zeichnung, Kommunikation mit der Werft und die Bauausführung begleitet. Ein nicht unkomplexer Vorgang, der auch Anpassungen in zweiter und dritter Instanz nach sich zog, wie die spezialgefertigte Sprayhood beispielsweise. „Es sind diese Dinge, bei denen es sich unheimlich ausgezahlt hat, einen Partner an der Seite zu haben, der unsere Interessen gegenüber der Werft vertritt und durchsetzt.“

Es sind die Details, die zählen
Die feste Sprayhood ist Gold wert, meint Stephan: „Schau nur mal durch die Gasscheibe unten, und dann durch das transparente Acryl der Sprayhood. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!“ Da ist sie wieder, die Sicherheit. „Und wie clever sie das dann umgesetzt haben! Perfekt auf Meike und mich angepasst: Wenn wir am Steuer stehen, können wir genau drunter durchschauen!“ Serienbau heißt eben nicht, dass man alles so nehmen muss, wie die Werft es anbietet.
Die Rolle von BLUE YACHTING beim Bootskauf
Wir haben den Beiden bei vielen Anpassungen und Änderungswünschen für die Yacht geholfen. So war es Stephan beispielsweise wichtig, dass jede Leine an Bord ihre eigene Klampe hat. Das bedeutet, dass sowohl die Festmacherklampen am Bug wie auch die am Heck, ebenso wie die Spring-Klampen, doppelt ausgelegt werden mussten. „Mir ist das wichtig! Auch wenn die Franzosen das am Anfang nicht verstanden haben und etwas den Kopf geschüttelt haben.“ BLUE YACHTING hat schon beim Kasko-Bau peinlich auf die Umsetzung der Eignerwünsche geachtet.

Alle Klampen doppelt: Muss sein!
So, wie Stephan und Meike eine möglichst große Redundanz als Sicherheitsaspekt wichtig ist, galt das auch für die Sekundär-Energie-Erzeugung: „ALLURES bietet für den Geräteträger eine Solar-Lösung an, die mir nicht zugesagt hatte“, erklärt Stephan. Anstelle einer einzigen, großen Anlage, die über einen Solar-Laderegler läuft, entwarf der Ingenieur eine Anlage, die sich aus 2 x 2 Paneelen speist und über zwei getrennte Laderegler läuft. Da ist sie wieder, die Redundanz. „ALLURES hat dann den robusten Geräteträger gebaut, den Rest haben wir mit BLUE YACHTING realisiert.“

Spezialanfertigung auch für die Solar-Ausstattung
Am Ende ist auch diese Customization vom Bau des Alugerüstes über die Auswahl der hochwertigen SOLARA-Solarpaneele bis zur Installation mit MASTERVOLT-Technik an Bord über BLUE YACHTING und JANSSEN-MARITIMES gelaufen. Viele weitere Anpassungen folgten, wie letztlich der Einbau eines speziellen Generators, den wir in Bremerhaven nach dem diesjährigen Winterlager ausgeführt haben.

Keine Yacht ohne Andersen Winschen!
Die Ästhetik darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Stephan sagt, dass wenn man sich schonmal einmal im Leben die absolute Traumyacht kauft, dann: „müssen es einfach Andersen Winschen sein!“ Er grinst: Die Franzosen, eher immer auf Segel-Praxis eingestellt, habe auch diese Anfrage mit einem leichten, versteckten Kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Aber es war ihm einfach wichtig, denn das Auge segelt ja bekanntlich mit. „Entweder Nils oder ich waren gefühlt jede dritte Woche in der Werft, da haben wir eines Tages einfach die Winschen mitgenommen und es denen beigebracht.“, so einfach geht das manchmal. Allerdings: Undenkbar bei einem Serienhersteller!
“Es ist tatsächlich das Teuerste, das wir uns jemals gekauft haben!“
Als wir dann unter Deck gehen (und wieder erstaunt sind, dass die Beiden dieses Boot in einem dermaßen „wie neu“-Zustand halten), müssen wir natürlich auch über den Bootspreis sprechen. Denn der erscheint vielen Interessenten sehr hoch – ist er im Vergleich zu gleichgroßen Plastikschiffen vielleicht auch. „Aber man muss ja Äpfel mit Äpfeln vergleichen!“, insistiert Meike: „Das hier ist halt eben keine Beneteau oder Bavaria, das ist so!“ Massivholz, kleinste Spaltmaße, Blauwasser-getestetes Layout und nicht zuletzt die robuste Bauweise in Alu mit grundsätzlich überall überdimensionierten Beschlägen. „Im Vergleich zu den anderen Premium-Herstellern in diesem Segment ist die ALLURES … eigentlich sogar preislich extrem attraktiv!“, meint sie.

So sieht Glück aus!
Trotzdem ist die VECTOR natürlich die teuerste Anschaffung, die die Beiden jemals getätigt haben. Aber es geht hier ja auch um die Erfüllung von Lebensträumen, um unendliches Glück in der Ferne und um Erinnerungen, die unauslöschlich sein werden. Erinnerungen, nicht nur für das Eignerpaar selbst, sondern auch für den Sohn, für mitsegelnde Familie oder Freunde. „Das muss es einem natürlich wert sein“, meint Stephan, „aber für den einen ist es halt der 911, für uns ist es diese Yacht!“

Für Segler gemacht
Wer die klassische „letzte Yacht“, oder eben das Boot für die Umsetzung der langgehegten Fernreise-Pläne sucht, der kommt, aus unserer wie auch aus der Sicht von Meike und Stephan, nicht umher, sich die ALLURES ganz genau anzuschauen. „Es ist nicht nur die Ästhetik oder die Sicherheit des Aluminium-Rumpfes,“ sagt Stephan: „Sie segelt auch einfach toll! Keine Mega-Performance, dafür trotzdem recht flink und sehr komfortabel! Wir wollen ja keine Rennen gewinnen, sondern sicher und ausgeruht nach langen Seepassagen am Ziel ankommen. Wir wollen uns keine Sorgen über Kollisionen machen, daher auch das praktische und sichere Centerboard – anstelle mancher T-Kiel-Lösungen. Die ALLURES ist einfach perfekt!“
Die perfekte Blauwasser-Segelyacht
Und das können wir nur unterschreiben: Ganz ohne Hintergedanken können wir sagen, dass wir die ALLURES 45.9 für die beste Blauwasser-Yacht auf dem Markt halten: Perfekt für segelnde Paare mit Gästen ab und zu oder einem mitsegelnden Familienmitglied! Die Vorgängerinnen, die ALLURES 44 und die ALLURES 45, waren schon mega-durchdachte Hochsee-Yachten, die viele Dutzend Menschen zu den Traum-Destinationen dieser Erde gebracht hat – in der aktuellen Version ist der Rumpf von Berret-Racoupeau nochmals verbessert worden, das Interieur ist moderner, kommt aber genauso seemännisch-praktisch daher, wie in der 44 und 45.

Klappbar, auch auf Wunsch angefertigt
Auch innen passen Meike und Stephan das Boot ihren Bedürfnissen an: Zur Gas-Anlage zum Betrieb des (ebenfalls speziell ausgesuchten) Backofen-Herds kommt die Induktions-Kochplatte, welche sie viel öfter nutzen. „Aber man weiß ja nie, ob nicht die Elektrik und Elektronik mal den Geist auf geben. Außerdem: Eine Gasflasche bekommt man sicher auch auf Fatu-Hivu, Ersatz oder Reparatur für Induktions-Elemente wahrscheinlich eher nicht …“

... und wieder diese kleinen Dinge.
Es sind auch diese kleinen Dinge, die uns auffallen: So haben sich Stephan und Meike einen Sonderwunsch beim Salon-Tisch erfüllen lassen. Denn der ist bei den Beiden klappbar. So haben sie eine „Coffee Table“-Variante, die man absenken kann. „Schafft Beinfreiheit und macht sich gut beim Gläschen am Abend.“ Und wenn drinnen gespeist oder auch gearbeitet werden muss, kommt die große Tischplatte zum Einsatz. Stolz ist Stephan auf die schicken Filz-Details:

Manchmal passen die simplen Lösungen einfach besser
„Wir haben die Werft gebeten, bei uns nicht die Lamellen-Rollos zu installieren. Die sind uns zu anfällig. Anstelle dessen hat ein befreundeter Schneider diese tollen, einfachen und sehr effektiven Filz-Blenden entwickelt.“ Diese werden einfach vor die Fenster „geklickt“ und dämmen sogar noch thermisch. Einfach, schick und elegant, finden Sie nicht auch?
Vorbereiten auf den ganz großen Törn
Eine Yacht wie die ALLURES ist gebaut für die große Reise, daran besteht kein Zweifel. Hochseefähig für die echten CE-A Fahrtgebiete, robust und blauwassertauglich. Für Stephan und Meike besteht kein Zweifel, dass auch sie irgendwann aufbrechen werden. „Mit der passenden Yacht haben wir den größten Part dieses Projektes erledigt“, meint Stephan – wer mit Sicherheit auf den Weltmeeren unterwegs sein will, der kommt aus seiner (und unserer) Sicht um Aluminium nicht umher.

Gas & Induktion: Redundanz steht ganz oben!
Doch einfach so lossegeln, das ist nicht geplant: Für die Beiden ist das ein langfristiges Projekt. Neben den Dingen, die man daheim klären muss, wie Haus, Miete, Auto und natürlich das Kind, sind da ja noch die Jobs. „Das will wohlgeplant und überlegt sein“, meint Stephan, sich des großen Schrittes bewusst. Eine „richtige“ Weltumsegelung ist unter 3 Jahren nicht zu machen, wenn man sich auch die Zeit nehmen möchte, unterwegs zu entdecken, kennenzulernen und zu genießen. „Und genau deshalb setzen wir uns hier nicht unter Druck.“

Extra Stauraum, auch ganz vorn
Immerhin wollen und müssen die Beiden Ihre Yacht ja auch noch besser kennenlernen. Segel-Erfahrungen sammeln, sowohl als aktive Segler wie auch mit der Ausstattung der Yacht. Es geht darum, Segelroutine zu entwickeln, wie das Wachegehen oder das Nachtsegeln. Langsam muss sich auch an das Schwerwettersegeln herangetastet werden, das auf weltweiter Fahrt auch trotz bester Vorhersage mit Starlink und Apps nicht immer zu vermeiden ist: „Und da bietet die Ostsee ja auch schon ordentlich Feuer!“, meint Stephan.

Ein Schiff für die große Fahrt, fürwahr!
Dass die Beiden als segelndes Paar im „Sozial-Reaktor Boot“ miteinander klarkommen, das müssen sie allerdings nicht mehr testen. Stephan ist ganz begeistert von seiner Meike, die zwar komplett bootlos aufgewachsen ist, sich aber zu einer seefesten, ambitionierten Profi-Skipperin gemausert hat. Eine, der er bedenkenlos das Ruder für die Nachtwache übergeben kann. „Ich freue mich so sehr darauf, mit ihr das alles hier an Bord zu erleben!“ Und zwar wie ein Schneekönig!
Für welchen Segler-Typ eignet sich die ALLURES?
Wir schauen auf die Uhr: Schon fast 3 am Nachmittag! Da haben wir uns aber festgequatscht! Was übrigens keine Seltenheit ist, denn es gibt so viel an Bord zu entdecken, so viele Details, über die wir hier trotz des langen, langen Artikels gar nicht sprechen konnten: Wie die unfassbaren drei Tonnen (!) Zuladung, die diese Yacht locker wegstecken kann, oder die schicken Carbon-Updates.

Für uns DIE perfekte Blauwasser-Yacht!
Wenn Sie sich also beim Lesen dieses Textes fragen, ob Sie der „richtige Typ“ für eine Alu-Yacht sind, dann glauben wir, ist das Beispiel von Meike und Stephan ziemlich allgemeingültig für unsere ALLURES-Kunden: Es sind ganz normale Menschen, wie Du und ich, die sich einen Traum erfüllen. Einen echten, einen langgehegten Traum. Es sind keine Profi-Segler oder Hochsee-Skipper, sondern Eigner, die schon einige Erfahrungen mitbringen, nicht unbedingt aber aus der Hochsee-Segelei stammen müssen. Es sind vor allem begeisterte Menschen. Menschen, die träumen – aber den Schritt wagen, diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

... können es kaum erwarten, endlich auszulaufen.
„Es ist immer der erste Schritt, der am schwierigsten fällt“, resümiert Meike. Das Losgehen, das sich Aufraffen. „Wir Deutschen sind da von Natur aus vielleicht etwas zu sehr auf Sicherheit getrimmt. Auf den Vorgarten mit Massivhaus drin. Aber wenn es einen in die Ferne zieht, wirklich echt, mit Leidenschaft und bisweilen schmerzendem Fernweh, dann sollte man seinen Mut zusammen nehmen und Nägel mit Köpfen machen!“ Stephan nickt: „Wie lange willst Du warten? Wir sind über 50 jetzt. Andere haben da schon ihre Diagnose bekommen. Ohne Panik zu machen … aber wir haben ja nun einmal echt nur diesen einen Törn hier auf Erden!“

Möchten Sie diese Yacht live sehen?
Das sind keine Sprüche, das ist gelebte Erfahrung! Wir haben eine Menge Interessenten in unserer Zeit als Yachthändler kommen und gehen sehen, die diesen ersten – schwersten – Schritt nicht gehen konnten. Zu lange überlegt, zu lange gehadert. Und dann? Dann ist man wirklich irgendwann zu alt. Dann ist die Segelei wirklich nicht mehr das passende. Wir freuen uns so sehr mit und über Meike und Stephan, denn sie arbeiten ihre To-Do-Liste Punkt für Punkt ab, sind dabei offen, locker und nicht verkrampft. Sie gehen den Weg, der sie irgendwann, da sind wir uns ganz sicher, eben genau dahin führt, wo sie losgegangen sind: Bei dem Gedanken daran, vor Samoa den Anker zu werfen …
Treffen Sie Meike und Stephan an Bord – auf dem Hamburg ancora Yachtfestival 2026!
Und wir freuen uns, dass Sie diesen XXL-Blog-Artikel tapfer bis zum Ende gelesen haben! Wenn Sie nun noch Lust haben, die beiden Segler live und in Farbe kennenzulernen – und natürlich ihre schicke VECTOR – dann laden wir Sie ein, uns während des Hamburg ancora Yachtfestivals vom 8. bis 10. Mai in der ancora Marina in Neustadt in Holstein zu besuchen. Kommen Sie an Bord, entdecken Sie diese tolle Yacht und sprechen Sie mit uns. Wer weiß, vielleicht beginnt ja genau hier für Sie Ihre Reise in die Blauwasser-Segelwelt?

Meike, Stephan und wir freuen uns auf Sie!
Wenn Sie nicht kommen können oder diesen Artikel nach der Messe lesen, kein Problem! Gern organisieren wir Werftbesuche in Cherbourg (vor allem wenn noch die Frage GARCIA vs. ALLURES bei Ihnen aktuell ist), Besichtigungen und Probeschläge an Bord oder wir treffen uns zu einem Gespräch bei BLUE YACHTING in Bremerhaven: In jedem Fall freuen wir uns, Sie als Partner auf Ihrem Weg begleiten zu dürfen.
Also, bis bald an Bord?!