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Ville architecturale de la Grande Motte

Hemingway und der HH44

Direkt nach Ostern in die Camargue

 

Wer sich für Multihulls interessiert, reist gleich nach Ostern nach Südfrankreich, in den eigenartigen Ort La Grande Motte am Rande der wunderschönen Camargue. Denn hier findet dann die mittlerweile 15. Multihull Show statt, dieses Jahr übrigens mit einem neuen Veranstalter, dem Verband der französischen Bootsindustrie (Fédération des Industries Nautiques). Wie schon im vergangenen Jahr werden wohl über 70 Multihulls und etliche weitere Aussteller dort sein. Die Messe findet statt vom 3. bis zum 7. April, täglich von 10 bis 19 Uhr (Sonntag bis 18 Uhr) und gilt als das größte Schaufenster weltweit für aktuelle Mehrrumpf-Yachten.

Erleben Sie den Katamaran HH44

 

Natürlich werden auch wir von Blue Yachting und die Werft HH-Catamarans dort sein. Hier können Sie den wirklich einzigartigen Katamaran HH44 live sehen und erleben, in seinem Element und direkt vergleichbar mit anderen Kats – sehen Sie selbst, wie sehr er sich vom Durchschnitt unterscheidet. Erleben Sie diese rasante Blauwasseryacht im Wasser, sprechen sie mit den Experten aus der Werft, die an mehreren Tagen auf der Messe sein werden, machen Sie sich ihr eigenes Bild. Es gibt in Europa einfach keine bessere Möglichkeit dazu. Vorab erfahren Sie mehr über den HH44 auch hier auf unserer Webseite.

La Grande Motte

 

Die Multihull Show in La Grande Motte ist das größte Treffen für interessierte Segler und Kenner und Größen der Branche, und die umfangreichste Schau der Mehrrümpfer überhaupt. Und die Show steigt in La Grande Motte, einem an sich schon ungewöhnlichen, architektonisch markanten Ort. Er wurde Ende der 1960er, Anfang der 1970er als völlig neuer Urlaubsort in das Nichts gebaut, auf sumpfiges Weideland der Camargue-Stiere. Ausgerechnet hierher wollte man die Touristen locken, die es bis dahin eher an die Strände und in die Hotelburgen Südspaniens zog. Also plante man eine „Stadt“ auf dem Reißbrett, der Architekt Jean Balladur entwarf eine immer noch unverwechselbare Skyline mit seinen „Pyramiden“: terrassenförmig aufgebauter Hochhäuser, in denen sich Ferienwohnungen befinden und die von den Pyramiden der Azteken inspiriert worden seien. Die Frage stellt sich natürlich, ob die Azteken schon Ferienwohnungen benötigten. Aber die Lage von La Grande Motte am Mittelmeer ist schon besonders, zumal von Anbeginn ein großer Yachthafen mit eingeplant wurde. Neben dem sich auch noch ein kilometerlanger Strand erstreckt.


Die Camargue

 

La Grande Motte liegt am Rande der berühmten Camargue, dem Gebiet in dem die Rhone in einem gewaltigen Delta ins Mittelmeer mündet. Für viele ist die Camargue eine der schönsten, auch ursprünglichsten Regionen Frankreichs. Salzwiesen, Salinen und Strände prägen die in weiten Teilen als Naturpark geschützten Landschaft. Wilde Pferde, Flamingos und natürlich Kampfstiere sind die „tierischen Symbole“ der Camargue. Und es ist ein sehr spezielles Weinanbaugebiet: Sable-de-Camargue. Der Weinanbau in und um der nahe gelegenen, historischen Stadt Aigues-Mortes schon seit dem 15. Jahrhundert ist tatsächlich durch Dokumente belegt. Heute bekannt ist die Marke „Listel“, 1955 gegründet, um die „vins des sables“, also die „Sandweine“, besser zu vermarkten. Der Name geht zurück auf eine Sandinsel außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer von Aigues-Mortes, Isle-de-Stel, und besonders der Rosé von Listel wurde bald schon zum Aushängeschild für alle Produkte dieses Weinanbaugebietes.

Mit Hemingway am Meer

 

Man darf vermuten, dass auch der Schriftsteller und Nobelpreisträger Ernest Hemingway dem lokalen vin des sables zugetan war. Er verbrachte viel Zeit in dem malerischen Fischerort Le-Grau-du-Roi, nur ein kleines Stück weiter östliche von La Grande Motte an der Küste gelegen. Zunächst während der Flitterwochen mit seiner zweiten Frau, Pauline, im Jahre 1927 und dann mindestens noch einmal, 1949 mit seiner inzwischen vierten Ehefrau, Mary. Der Ort ist auch das Setting für sein posthum erschienenen Roman „Der Garten Eden“, wo es vor allem um eine Ménage à trois zwischen ihm, beziehungsweise seinem Romanhelden und zwei Frauen geht. Jedenfalls wohnte er mit Pauline im Hotel Pommier, welches es heute nicht mehr gibt und mit Mary dann im Hotel d’Angleterre, welches noch existiert.
 

Und so beginnt der Roman „Der Garten Eden“: „Sie lebten damals in Le-Grau-du-Roi und das Hotel lag an einem Kanal, der von der ummauerten Stadt Aigues Mortes direkt bis zum Meer verlief. Sie konnten die Türme von Aigues Mortes jenseits der Tiefebene der Camargue sehen und fuhren mit ihren Fahrrädern fast jeden Tag entlang der weißen Straße, die den Kanal säumte. Am Abend und am Morgen, wenn die Flut anstieg, kam der Wolfsbarsch mit hinein, und man sah, wie die Meeräsche wild aufsprang, um dem Barsch zu entkommen. Ein Steg führte ins blaue Meer und sie fischten vom Steg aus, schwammen am Strand und halfen jeden Tag den Fischern, das lange Netz einzuholen, das die Fische an den langen, abfallenden Strand brachte. Sie tranken Aperitifs im Café an der Ecke mit Blick auf das Meer und beobachteten die Segel der Makrelenfischerboote draußen im Golfe du Lion. Es war spät im Frühling und die Fischer im Hafen waren sehr beschäftigt. Es war eine fröhliche und freundliche Stadt und dem jungen Paar gefiel das Hotel, das oben vier Zimmer und unten ein Restaurant und zwei Billardtische mit Blick auf den Kanal und den Leuchtturm hatte.“

 

Und gleich ein paar Häuser weiter finden wir immer noch das Grand Café de Paris, am Quai Colbert. Wie oft mag Hemingway hier gesessen haben und bei einem Rosé auf den blaugrün schimmernden Kanal geschaut haben? So sehr viel hat sich seither an diesem Bild nicht verändert.

 

Versäumen Sie es also nicht, den außergewöhnlichen HH44 auf der Multihull Show zu erleben - am besten verbunden mit einem kurzen Urlaub in der wunderbaren Camargue. Die Multihull Show findet statt vom 3. - 7. April 2024 in La Grande Motte.

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